"Ich habe einmal einen Kurs in Schnell-Lesen gemacht und Krieg und Frieden in zwanzig Minuten gelesen. Es spielt in Russland." Woody Allen


Die hier vorgestellten Bücher stellen nur einen Bruchteil dessen dar, was in diesem Haushalt gelesen wurde. Viele Titel sind toll zu lesen, geraten aber auch schnell wieder in Vergessenheit. Andere werden nach 50 oder 100 Seiten zur Seite gelegt und nicht wieder angefasst (das Recht hat man als Leser).


Manche können den Leser regelrecht packen und halten das Niveau bis zur letzten Seite. Solche Bücher stelle ich vor, auch wenn ich weiß, dass meine Beurteilung eine ganz subjektive Angelegenheit ist und keinesfalls einen Anspruch auf allgemeine Akzeptanz erheben kann. Als ehemaligem Buchhändler bin ich mir dieser Tatsache durchaus bewusst, dennoch muss die eigene Meinung zum Inhalt eines Buches bei der Kundenberatung herhalten - da kann man sich nicht mehr drehen und winden - also: hopp oder topp...


In diesem Sinn viel Spaß bei den Vorstellungen - ich werde die Anzahl überschaubar halten.


Titus Müller - Die goldenen Jahre des Franz Tausend (2020) ☆☆☆☆☆


Die wahre Geschichte des Franz Tausend weitet sich in diesem Roman zu einem Panorama Deutschlands in den 1920er und 1930er Jahren.


Er behauptet, auf geheimnisvolle Art und Weise Gold in großen Mengen herstellen zu können. Ultrarechte Patrioten und namhafte Industrielle wittern die Chance, mit diesem Gold die angestrebte heimliche Wiederaufrüstung finanzieren zu können und strecken Tausend Geld vor.

Kommissar Heinrich Ahrndt, der dem Betrüger das Handwerk legen soll, ist zu gewissenhaft, um das Spiel zwischen den Mächten dauerhaft mitzuspielen.


(Klappentext: bücher.de)

Vera Buck - Das Buch der vergessenen Artisten (2018) ☆☆☆☆☆


Artisten und Freaks, Schausteller und Erfinder, Nationalsozialisten und Irrenärzte. Deutschland zwischen 1902 und 1937

Mathis Bohnsack, der "Durchleuchter", dreizehnter Sohn eines Bohnenbauern aus Langweiler und die Kraftfrau Meta Kirschbacher - ihre Geschichte vom Leben und Überleben im Kreis der Artisten.


Ein wunderbarer Roman aus der Zeit der Jahrmärkte und Völkerschauen in einer turbulenten Zeit - ein Kleinod!


(eigener Klappentext)

Frederick Forsyth - Der Fuchs (2019) ☆☆☆☆☆


Hervorragender Spionagekrimi um einen jugendlichen Hacker, der scheinbar mühelos die Firewalls der sensiblen (abgesicherten) Systeme der Großmächte knackt.


Forsyth schrieb in schnörkellosem Stil einen fulminanten Pageturner und - so nebenbei - ein regelrechtes Handbuch zum Verständnis der Geheimdienste damals und heute.


(Eigener Text)

Elisabeth Herrmann - Schatten der Toten (2019) - Teil 3 der Judith-Kepler Romane ☆☆☆☆☆


Judith Kepler kennt den Tod wie wenige andere – denn sie ist Tatortreinigerin. Gerade beginnt sie, über ihr weiteres Leben nachzudenken: Ihr Chef will, dass sie die Firma übernimmt, und ihre Beziehung zu einem Waisenmädchen entwickelt sich auf unerwartete Weise.

Doch dann stirbt Eva Kellermann, eine frühere Stasi-Spionin. Ihr letztes Geheimnis setzt eine tödliche Jagd in Gang, auf einen der größten Verbrecher dieser Zeit: Bastide Larcan. Er ist Judiths Vater – der so viel Leid verursachte und sich nie dafür verantworten musste.

Seine Spur führt nach Odessa, und Judith muss sich entscheiden: Für ihr Leben oder für eine Reise in die Vergangenheit, in der die Schatten der Toten sie erwarten …


(Klappentext: Random House)

David Morrell - Die Mörder der Queen (2019) ☆☆☆☆☆


Februar 1855: Das victorianische London lässt grüßen....


Excellent recherchierter historischer Krimi um die Attentate auf Königin Victoria. Detective Inspektor Sean Ryan muss nach seinem ersten Fall ("Der Opiummörder", 2013) die Hilfe des opiumsüchtigen Schriftstellers Thomas De Quincey in Anspruch nehmen, um die Sicherheit des britischen Königshauses zu gewährleisten.

Wer ist David Oxford und was bezweckt die Gruppe "New England"?


(Eigener Text)

Jakob Bedford - Abtrünniges Blut (2018) ☆☆☆☆☆


London 1748: Ein Serienmörder durchstreift die eisigen Straßen der Stadt. Seine Opfer hinterlässt er bis zur Unkenntlichkeit entstellt..


Doch die Justiz wird von einer politischen Intrige in Atem gehalten: In Regierungskreisen herrscht die Sorge, Anhänger des abgesetzten Stuart-Königs könnten das Land in einen neuerlichen Tumult stürzen. Richter Henry Fielding beauftragt daher einen ehemaligen Spion der Krone, die Abtrünnigen aufzuspüren - John Shinfield, Esquire.


(Klappentext: buecher.de)

Haylen Beck - Ohne Spur (2018) ☆☆☆☆☆


Audra Kinney flieht mit ihren zwei kleinen Kindern vor ihrem gewalttätigen Ehemann.

Mit dem Auto will sie zu einer Freundin nach San Diego, ans andere Ende der USA. Doch mitten in der Wüste von Arizona wird sie von der Polizei angehalten. Im Kofferraum ihres Wagens findet der Sheriff ein Päckchen Marihuana, das Audra noch nie gesehen hat. Alle Unschuldsbeteuerungen sind zwecklos – sie wird verhaftet.

Und was dann kommt, hätte sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können. Denn plötzlich sind ihre Kinder verschwunden. Der Sheriff behauptet, Audra sei allein im Wagen gewesen. Die Welt hält Audra für eine Mörderin. Und ihr Wort steht gegen das des Sheriffs. Kein Mensch glaubt ihr. Bis auf einen.


(Klappentext: amazon)

Søren Sveistrup - Der Kastanienmann (2019) ☆☆☆☆☆


Es ist ein stürmischer Tag in Kopenhagen, als die Polizei an einen grauenvollen Tatort gerufen wird.

Auf einem Spielplatz liegt die entstellte Leiche einer jungen Frau. Und der Täter hat eine unheimliche Botschaft hinterlassen: Über dem leblosen Körper schwingt eine kleine Puppe aus Kastanien im Wind. Kommissarin Naia Thulin und ihr Partner Mark Hess stehen vor einem Rätsel.

Denn die Figur trägt den Fingerabdruck eines Mädchens, das ein Jahr zuvor ermordet wurde - die Tochter der Politikerin Rosa Hartung. Und dann taucht ein zweites Kastanienmännchen auf ...
Für ein schauriges Winter-Wochenende ohne Termine


(Klappentext: buecher.de)

Nathan Winters - Das Geheimnis der Madame Yin (2017) ☆☆☆☆☆


Irgendwie komme ich von den - guten - viktorianischen Krimis nicht los...


1877: Die Pinkerton Detektivin Celeste Summersteen reist mit der jungen Dorothea Ellingsford von Chicago nach London.

Vordergründig soll sie das Mädchen zu ihrer Familie zurückbringen, doch ihr wirklicher Auftrag ist heikler: Eine von Dorotheas Freundinnen wurde ermordet und die Detektivin soll nun den Mörder finden, da Dorothea selbst in Gefahr sein könnte.
Auf der Suche nach Antworten muss Celeste tief in das verderbte Herz Londons vordringen und dabei ihr eigenes Leben riskieren.
Dabei ist Inspector Edwards von Scotland Yard, der ihr bei den Ermittlungen helfen soll, alles andere als eine Hilfe.


(Klappentext: buecher.de)

Linwood Barclay - Promise Falls Trilogie: Lügennest-Lügennacht-Lügenfalle (2016) ☆☆☆☆☆


Es sieht düster aus in Promise Falls, einer Kleinstadt an der US-Ostküste: Keine Perspektiven für die Einwohner, keine Jobs, korrupte Politiker und ein Mörder, der vor nichts zurück schreckt.

Der ehemalige Reporter David Harwood und seine Cousine Marla, Sheriff Barry Duckworth, Ex-Bürgermeister Finley - niemand begreift, was es mit der Zahl "23" auf sich hat und wer das Städtchen in Angst und Schrecken versetzt.

23 tote Eichhörnchen, dekorative Schaufensterpuppen in der Gondel des Riesenrads im stillgelegten Vergnügungspark, der Anschlag auf das Autokino - bis zum Schluss hält uns Barclay auf Trap. Spannungsgeladene Thriller allererster Güte, nach Möglichkeit en bloc geniessen!


(Klappentext: Eigener Text)

Paul Pen - Das Haus in der Kakteenwüste (2017) ☆☆☆☆☆


Liebe trifft Grausamkeit - Pageturner mit Suchtfaktor


Eines Tages klopft ein junger Mann an die Tür. Rose und Elmer sind alarmiert. Denn sie haben sich ein stilles Leben in der Wüste aufgebaut, mit ihren vier Mädchen. Früher waren es fünf, aber das älteste liegt nun begraben unter Sand, Steinen und den dornigen Kakteen.

Etwas kommt Rose und Elmer an dem Fremden merkwürdig vor. Was, wenn er herausfindet, warum sie mit ihren Töchtern in dieser menschenleeren Einsamkeit leben? Wenn er mit diesem Wissen weiterzieht? Das müssen sie verhindern. Um jeden Preis ...


(Klappentext: buecher.de)