"Ich habe einmal einen Kurs in Schnell-Lesen gemacht und Krieg und Frieden in zwanzig Minuten gelesen. Es spielt in Russland." Woody Allen


Die hier vorgestellten Bücher stellen nur einen Bruchteil dessen dar, was in diesem Haushalt gelesen wurde. Viele Titel sind toll zu lesen, geraten aber auch schnell wieder in Vergessenheit. Andere werden nach 50 oder 100 Seiten zur Seite gelegt und nicht wieder angefasst (das Recht hat man als Leser).


Manche können den Leser regelrecht packen und halten das Niveau bis zur letzten Seite. Solche Bücher stelle ich vor, auch wenn ich weiß, dass meine Beurteilung eine ganz subjektive Angelegenheit ist und keinesfalls einen Anspruch auf allgemeine Akzeptanz erheben kann.Als ehemaligem Buchhändler bin ich mir dieser Tatsache durchaus bewusst, dennoch muss die eigene Meinung zum Inhalt eines Buches bei der Kundenberatung herhalten - da kann man sich nicht mehr drehen und winden - also: hopp oder topp...


In diesem Sinn viel Spaß bei den Vorstellungen - ich werde die Anzahl überschaubar halten.

David Morrell - Die Mörder der Queen (2019) ☆☆☆☆☆


Februar 1855: Das victorianische London lässt grüßen....


Excellent recherchierter historischer Krimi um die Attentate auf Königin Victoria. Detective Inspektor Sean Ryan muss nach seinem ersten Fall ("Der Opiummörder", 2013) die Hilfe des opiumsüchtigen Schriftstellers Thomas De Quincey in Anspruch nehmen, um die Sicherheit des britischen Königshauses zu gewährleisten.

Wer ist David Oxford und was bezweckt die Gruppe "New England"?


(Eigener Text)

Frederick Forsyth - Der Fuchs (2019) ☆☆☆☆☆


Hervorragender Spionagekrimi um einen jugendlichen Hacker, der scheinbar mühelos die Firewalls der sensiblen (abgesicherten) Systeme der Großmächte knackt.


Forsyth schrieb in schnörkellosem Stil einen fulminanten Pageturner und - so nebenbei - ein regelrechtes Handbuch zum Verständnis der Geheimdienste damals und heute.


(Eigener Text)

Elisabeth Herrmann - Schatten der Toten (2019) - Teil 3 der Judith-Kepler Romane ☆☆☆☆☆


Judith Kepler kennt den Tod wie wenige andere – denn sie ist Tatortreinigerin. Gerade beginnt sie, über ihr weiteres Leben nachzudenken: Ihr Chef will, dass sie die Firma übernimmt, und ihre Beziehung zu einem Waisenmädchen entwickelt sich auf unerwartete Weise.

Doch dann stirbt Eva Kellermann, eine frühere Stasi-Spionin. Ihr letztes Geheimnis setzt eine tödliche Jagd in Gang, auf einen der größten Verbrecher dieser Zeit: Bastide Larcan. Er ist Judiths Vater – der so viel Leid verursachte und sich nie dafür verantworten musste.

Seine Spur führt nach Odessa, und Judith muss sich entscheiden: Für ihr Leben oder für eine Reise in die Vergangenheit, in der die Schatten der Toten sie erwarten …


(Klappentext: Random House)

Haylen Beck - Ohne Spur (2018) ☆☆☆☆☆


Audra Kinney flieht mit ihren zwei kleinen Kindern vor ihrem gewalttätigen Ehemann.

Mit dem Auto will sie zu einer Freundin nach San Diego, ans andere Ende der USA. Doch mitten in der Wüste von Arizona wird sie von der Polizei angehalten. Im Kofferraum ihres Wagens findet der Sheriff ein Päckchen Marihuana, das Audra noch nie gesehen hat. Alle Unschuldsbeteuerungen sind zwecklos – sie wird verhaftet.

Und was dann kommt, hätte sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können. Denn plötzlich sind ihre Kinder verschwunden. Der Sheriff behauptet, Audra sei allein im Wagen gewesen. Die Welt hält Audra für eine Mörderin. Und ihr Wort steht gegen das des Sheriffs. Kein Mensch glaubt ihr. Bis auf einen.


(Klappentext: amazon)